Flächen, Nutzung und Bestand.
Welche Flächen werden angeboten? Wie unterscheiden sich die Marktsegmente? Und was ist über die Umnutzung bestehender Gebäude bekannt? Diese Übersicht führt veröffentlichte Daten und dokumentierte Beispiele zusammen.
Kennzahlen mit räumlichem und zeitlichem Bezug.
Zürich, Genf, Bern, Basel und Lausanne · Ende 2025
[1] JLL SchweizDieselben fünf Büromärkte · Ende 2025
[1] JLL SchweizSchweiz · Q1 2026 gegenüber Q4 2025 · FPRE-Daten, ausgewertet von PwC
[2] PwC SchweizEntwicklung im selben Suchraum
Laut JLL nahm das verfügbare Büroangebot in den fünf grössten Märkten gegenüber dem Vorjahr um 37’100 m² beziehungsweise 4 % zu. Die durchschnittliche Angebotsquote betrug Ende 2019 4,1 % und Ende 2025 5,2 %.
Quelle: [1] JLL · Büromarkt Schweiz 2026
So sind die Angaben zu lesen
Die JLL-Zahlen beziehen sich auf fünf Büromärkte. Die Mietveränderung beschreibt Neuabschlüsse im Schweizer Bürosegment. Fläche, Angebotsquote und Mietveränderung messen unterschiedliche Sachverhalte. Aus ihnen ergibt sich keine gemeinsame Leerstandsquote für alle Immobilienarten.
Unterschiedliche Entwicklungen innerhalb des Marktes.
Die räumliche Abdeckung, der Erhebungszeitpunkt und die Art des Indikators bestimmen, welche Vergleiche möglich sind.
Region, Lage und Gebäudeeigenschaften
PwC beschreibt im Mai 2026 unterschiedliche Entwicklungen der Neuabschlussmieten nach Kanton sowie eine Nachfragepräferenz für zentrale, flexible und moderne Büroflächen. Der schweizweite Jahresvergleich für Q1 2026 beträgt −0,6 %.
Quelle: [2] PwC · FPRE-Daten Q1 2026
Ein eigener Markt mit eigenen Indikatoren
Für Mietwohnungen weist die gleiche PwC-Auswertung bei Neuabschlüssen +0,1 % gegenüber dem Vorquartal und +1,3 % gegenüber dem Vorjahr aus. Diese Angaben beschreiben Mietveränderungen im Wohnsegment.
Quelle: [2] PwC · FPRE-Daten Q1 2026
Gewerbe, Industrie und Sonderflächen
Für diese Segmente verwendet diese Übersicht keine zusammengefasste schweizweite Quote. Ihre Auswertung braucht eine konkret benannte Objektart, Region und Datengrundlage.
Journalistische Einordnung
SRF berichtete 2025 über regionale Unterschiede und eine Verlagerung freier Büroflächen zu älteren, peripheren Gebäuden. Der Beitrag ordnet Marktdaten über Gespräche mit Immobilienfachleuten und Stadtbehörden ein.
Quelle: [6] SRF · 31. März 2025
Was eine Potenzialschätzung beschreibt.
SWI swissinfo.ch / Keystone-SDA berichtete am 9. April 2025 über eine Studie von Wüest Partner. Danach könnten sich theoretisch rund 20 % der im Gebäude- und Wohnungsregister erfassten Bürogebäude für eine Umnutzung zu Wohnraum eignen.
Für die im Februar 2024 ausgeschriebenen Büroflächen nennt der Bericht ein theoretisches Potenzial von 8’000 bis 10’000 Wohnungen. Die beiden Angaben beziehen sich auf unterschiedliche Grundgesamtheiten.
Vom Bestand zum einzelnen Gebäude
Die Schätzung ist eine Aussage über einen untersuchten Bestand. Eine bauliche, bewilligte oder wirtschaftlich realisierbare Umsetzung an einem bestimmten Objekt ist damit nicht festgestellt.
Der Bericht nennt unter anderem die Lage, das Verhältnis von Büro- und Wohnungsmieten sowie Gebäudetiefe und Tageslicht als Einflussfaktoren.
Der Rahmen für die Entwicklung bestehender Flächen.
Siedlungsentwicklung nach innen
Das ARE beschreibt die bessere Nutzung und qualitative Aufwertung vorhandener Siedlungsflächen als Ansatz der Innenentwicklung. Seine Grundlagen beziehen unter anderem Erschliessung, Baukultur, Freiräume und die Beteiligung der Bevölkerung ein.
Gebäude und Bauteile weiterverwenden
Das BAFU nennt die Umnutzung und Erweiterung von Bestandsbauten sowie die Wiederverwendung von Materialien als Ansätze zur Verringerung der Umweltwirkung des Bauens. Die Quelle beschreibt Handlungsansätze; diese Übersicht berechnet keine Umweltbilanz einzelner Projekte.
Quelle: [5] Bundesamt für Umwelt BAFU
Verschiedene Nutzungsformen und Zeiträume.
Die Berichte dokumentieren einzelne Fälle zum jeweiligen Veröffentlichungszeitpunkt. Sie sind keine aktuellen Betriebsprüfungen oder Nachweise einer bestimmten Rendite.
NF49, Emmen
Auf einem Areal am Seetalplatz entstanden ab 2018 Räume für Kunst, Kultur und Gastronomie. SRF berichtete 2022 über das Ende der vierjährigen Zwischennutzung und den Umzug einzelner Nutzungen an andere Standorte.
[7] Bericht lesen · SRFFreiruum, Zug
Im selben Bericht beschreibt SRF den seit 2019 bestehenden Freiruum: Auf mehr als 12’500 m² wurden unter anderem Gastronomieangebote und eine Sporthalle eingerichtet.
[7] Bericht lesen · SRFAttisholz, Solothurn
SRF dokumentiert die Entwicklung einer ehemaligen Cellulosefabrik. Zum beschriebenen Konzept gehören Zwischennutzungen und eine langfristige Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit. Vorgesehen sind sowohl der Erhalt von Bestandsbauten als auch Neubauten.
[8] Bericht lesen · SRFQuellen und Leseschlüssel.
Marktberichte liefern Kennzahlen, Behördenquellen beschreiben Planungs- und Umweltgrundlagen, Medienberichte dokumentieren Einordnungen und einzelne Beispiele.
Beobachteter Wert
Eine veröffentlichte Messung mit benanntem Segment, Zeitraum und räumlichem Bezug.
Studienpotenzial
Eine Schätzung unter den Annahmen der jeweiligen Studie. Das Ergebnis bleibt an diese Annahmen gebunden.
Dokumentierter Fall
Ein Bericht über ein einzelnes Areal oder Gebäude zum angegebenen Zeitpunkt.
Redaktioneller Prüfstand: 30. September 2026. Die einzelnen Datenstände stehen bei den Angaben. Die Übersicht enthält keine Prognose für die Entwicklung einzelner Objekte.
